Wissenschaftliches Arbeiten Zitieren Dissertation Titles

Statista bereitet Daten aus unterschiedlichen Quellen auf. Statista erhebt keine eigenen Daten. Somit ist Statista in der Regel eine Sekundärquelle. Nutzen Sie Statista als Ausgangspunkt für Ihre Recherchen und gehen Sie von dort auf die Originalquellen (Primärquellen) und zitieren Sie diese. Im Sinne des wissenschaftlichen Arbeitens finden Sie in der Originalquelle häufig die Daten in einem Kontext, welcher Ihnen tiefere Einblicke und Erkenntnisse gewährt.

Als erstes versuchen Sie, die Originalquelle (Primärquelle) aufzurufen (Herkunftsverweis). Finden Sie dort dieselben Daten, verwenden Sie direkt die Originalquelle. Dies gilt vor allem für Reports und Studien, aber auch für Statistiken. Bauen Sie Grafiken in Ihrem eigenen, einheitlichen Layout nach. Als Datenquelle geben Sie die Originalquelle exakt an.

Beispiel Quellenangabe bei einer Abbildung: Eigene Darstellung. Datenquelle: Autor: Titel. Jahr, Ort, Seite.


Finden Sie in der Originalquelle die Daten nicht, so sollten Sie überlegen, die Daten gar nicht zu verwenden. Die wissenschaftlich geforderte Nachvollziehbarkeit ist nicht gegeben.


Die in Statista angegebene Originalquelle ist für Sie nicht zugänglich: Dann ist dies ein klassischer Fall für das Zitieren aus der Sekundärquelle (zitiert nach): Die Quellenangabe folgt dem Schema: Primärquelle zitiert nach de.statista.com: Titel der Abbildung. Jahr, URL + Abrufdatum.


Die Statistik in Statista beruht auf verschiedenen Quellen: Es wird zum Beispiel eine Zeitreihe aus jährlich stattfindenden Untersuchungen erstellt. Auch hier gilt der Rückgriff auf die Originalquellen! Kontrollieren Sie die Daten im Original und bauen die Grafik anhand dieser Daten selbst. Beispiel: Eigene Darstellung, Datenquellen: …


Nicht alle streben nach guten oder sehr guten Noten in ihren Arbeiten und übernehmen deshalb Grafiken als JPEG-Dateien direkt aus Statista in die eigene Arbeit. Es stellt nur eine Notlösung und kein befriedigendes wissenschaftliches Vorgehen dar. Es gilt das Schema Primärquelle(n) zitiert nach de.statista.com: Titel der Abbildung. Jahr, URL und Abrufdatum.

Beispiel: Quelle: O. V.: Titel der Studie, hrsg. von: Herausgeber / Veröffentlicher / Auftraggeber der Studie, Jahr, Seite (bei nummeriertem PDF) bzw. online, zitiert nach: de.statista.com: Titel der Abbildung. Jahr, URL [Datum].

Kurzzitation: Quelle: O. V. (Jahr), online.


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Hoepner-Lexikon-Wissenschaftliches-Arbeiten (im Aufbau)


© 2016 Professor Dr. Gert HoepnerFH Aachen

Gewerbliche Weiterverwendung der Inhalte nur mit ausdrücklicher Genehmigung.

FH Aachen Lexikon der Wirtschaftswissenschaften – Teil Wissenschaftliches Arbeiten. Definitionen und kompakte Erklärungen auf wissenschaftlicher Basis aufbereitet für Praxis und Studium.

Wissenschaftliches Arbeiten – der wissenschaftliche Apparat

Wenn Sie eine Bachelorarbeit, Masterarbeit, Diplomarbeit oder auch eine wissenschaftliche Hausarbeit oder Seminararbeit schreiben, müssen Sie das Ergebnis Ihrer Untersuchung nachvollziehbar darstellen. Wissenschaftliche Aussagen müssen nachprüfbar sein. Dem dient der wissenschaftliche Apparat, der aus Zitaten, Quellenangaben und dem Literaturverzeichnis besteht.

Zitate und Literaturangaben

Geben Sie die Aussage einer anderen Person wieder, handelt es sich um ein Zitat. Richtiges Zitieren bedeutet, dass das Zitat als solches erkennbar sein muss, und Sie müssen genau angeben, woher Sie es haben. Als Examenskandidat werden Sie nicht weniger als ein etablierter Hochschullehrer aus Quellen zitieren, also aus Texten anderer Autorinnen und Autoren. Dabei kann es sich um direkte Zitate oder indirekte Zitate handeln. Wissenschaftliches Zitieren umfasst sowohl wörtliche als auch „nur“ sinngemäße Übernahmen.

Im Zuge Ihrer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Diplomarbeit werden Sie also ständig damit konfrontiert, Ihre Aussagen belegen zu müssen, indem Sie Quellenangaben machen. Es muss klar erkennbar sein, welches Ihr eigener Gedankengang ist und was Sie von anderen übernommen haben. Dies erfordert sowohl ein Gespür dafür, auf welche Weise, wie oft und was man zitiert oder belegt, als auch die formal korrekte Umsetzung des Zitierens und der Literaturangabe.

Direktes Zitat

Direkt sollten Sie vor allem prägnante Aussagen zitieren, die eine These zusammenfassen oder eine wissenschaftliche Einschätzung in origineller Weise wiedergeben. Man sollte aber seinen Text nicht mit direkten Zitaten überfrachten, da sonst die Gefahr droht, dass er wie eine bloße, unter Umständen beliebige Aneinanderreihung von Aussagen anderer wirkt, bei der eine eigene Argumentation nicht mehr erkennbar ist. Das wörtliche Zitat setzen Sie in doppelte Anführungszeichen:

Beispiel:

„Moderne Gesellschaften können ihre Integration nicht mehr allein auf die Solidaritätsnetzwerke gewachsener Lebenswelten stützen“ (Münch 1998, 65).

Wissenschaftliches Zitieren muss auf grammatische und syntaktische Korrektheit achten – besonders dann, wenn nur einzelne Wörter oder Teilsätze in den eigenen Satz eingebunden werden. Eine Quellenangabe, also eine genaue Angabe der Fundstelle, ist beim direkten Zitieren unverzichtbar.

Indirektes Zitat

Bei vielen Aussagen, die man von anderen übernehmen möchte, ist es eher angebracht, sie mit eigenen Worten wiederzugeben. Dies fügt sich meist auch stilistisch besser in den eigenen Text ein. Ganz verzichten sollte man auf das Zitieren, wenn die Aussage einen bloßen Gemeinplatz zum Inhalt hat. Schreiben Sie, dass der Mauerfall 1989 stattfand, brauchen Sie diese Aussage nicht zu belegen, denn diese Information findet sich in unzähligen Veröffentlichungen, nicht zuletzt in Handbüchern oder Chroniken. Beziehen Sie sich aber auf eine konkrete Einschätzung dieses Ereignisses oder möchten Sie allgemein auf Literatur verweisen, die Ihnen zur Einführung oder Vertiefung in ein Thema gedient hat, müssen Sie die entsprechende Quellenangabe machen.

Beispiel:

Münch (1998) untersucht die Integrationsfähigkeit moderner Gesellschaften.

oder:

Damit stellt sich das Problem der Integrationsfähigkeit moderner Gesellschaften (vgl. Münch 1998).

Quellen

Neben dem Zitieren aus Büchern und Aufsätzen, also Printquellen, auf die sich bis vor einigen Jahren wissenschaftliches Zitieren fast ausschließlich bezogen hat, werden Sie zunehmend auch aus Internetquellen zitieren. Zitate aus Internetquellen sind heute oft unvermeidbar, sie bringen aber auch ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich.

Wissenschaftliches Zitieren und das Literaturverzeichnis

Maßgeblich sind für das wissenschaftliche Zitieren stets die Nachvollziehbarkeit von Aussagen und die eindeutige Zuordnung von Zitaten. Nur so genügt man den Anforderungen, die an eine Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit gestellt werden. Unverzichtbares Pendant zu den Belegen im Text ist das Literaturverzeichnis (auch Bibliographie genannt), an das entsprechende Anforderungen gestellt werden.

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